„Generationsbrücke“ im Seniorenhaus

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„Generationsbrücke Deutschland“ ist ein Projekt überschrieben, das Begegnungen zwischen Jung und Alt ermöglichen und zu gegenseitiger Wertschätzung führen soll. Was beispielsweise in Roth erfolgreich durchgeführt wird, ist nun auch in Heideck möglich. Peter Koch, Schriftführer des örtlichen Seniorenbeirats, hatte diese Idee Maria Allmannsberger vorgetragen. Sie ist Geschäftsführerin des Seniorenbeirats der Stadt Heideck. Damit war er gleich auf offene Ohren gestoßen. „So etwas brauchen wir in Heideck auch!“, stellte Maria Allmannsberger spontan fest. Sogleich setzte sie sich mit dem Seniorenhaus am Schloßberg, mit der Stadt Heideck und mit dem Städtischen Kindergarten in Verbindung. Auch hier war man gleich von der Idee begeistert. Allerdings war zunächst eine zweitägige, kostenpflichtige Schulung im Hans-Roser-Haus in Roth nötig. Mit der Sparkasse Mittelfranken Süd war bald ein Sponsor gefunden. Die „Generationsbrücke Deutschland“ ist ein im Mai 2009 gegründetes generationsverbindendes Sozialunternehmen mit Sitz in Aachen. Rund 150 Kooperationspartner gehören diesem Unternehmen an.

Zum vierten Mal trafen sich nun Jung und Alt im Heidecker Seniorenhaus am Schloßberg. Zuvor aber hatte man die passenden Zweiergruppen festlegen müssen, nach dem Motto: Wer passt zu wem? In großer Runde saßen nun die fünf- bis sechsjährigen Vorschulkinder Luca, Johannes, Sky, Lias, Mia, Lene, Emilia, Pia und Timo mit ihrem jeweiligen Paten aus dem Seniorenhaus zusammen. Irmgard Meier vom Städtischen Kindergarten griff zur Gitarre und die Seniorinnen und Senioren wurden namentlich musikalisch begrüßt. Dann sangen alle: „Unsre Gäste sind so wunderbar“, wobei auch Bürgermeister Ralf Beyer und Andrea Hueber vom Städtischen Kindergarten mit eingeschlossen wurden. Die Betreuungsassistentin Tanja Wörner breitete ein großes, buntes Sprungtuch aus, das alle festhalten mussten. Für machen alten Menschen nicht ganz einfach, aber die Kinder halfen unbekümmert und bereitwillig, wenn es notwendig war. Gerne wurde diese Hilfe angenommen. In Ermangelung echter Schneebälle wurden nun Wattebälle mithilfe des Tuchs hochgeworfen. Hand in Hand erklang anschließend das Lied: „Große und Kleine sind füreinander da“. Das machte Durst. Es war beinahe rührend, wie die Kinder ihrem Paten das Glas mit Saft brachten und mit ihm anstießen. Dann wurden Schneemänner aus Wattekugeln und anderen Zutaten gebastelt. Wieder war es erfreulich, wie die Kinder ganz unbekümmert und selbstverständlich den alten Menschen halfen und wie diese die Hilfe dankend und erfreut annahmen.
Allzu schnell war eine Stunde vorbei und es war Zeit für das Abschiedslied „Auf Wiedersehn“. Manchmal mit Tränen in den Augen bedankten sich die Senioren bei der Pflegedienstleiterin Alexandra Phillip und den Organisatorinnen für diese Abwechslung, die Jung und Alt zusammengeführt und für beide Seiten einen Gewinn gebracht hatte. In einem Monat wird man sich an gleicher Stelle wieder treffen.