Einweihung Anbau städt. Kindergarten

Ein Traum ist für Mathilde Geißler in Erfüllung gegangen. Sie ist die Leiterin des Städtischen Kindergartens Heideck und ihr erfüllter Traum besteht  aus einem nahezu perfekt ausgestatteten Kindergarten mit angeschlossener Kindertagesstätte. Am Mittwochnachmittag wurden die neu gestalteten Anlagen feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Der Heidecker Bürgermeister begrüßte zu diesem Anlass eine stattliche Anzahl geladener Gäste. Darunter Edeltraud Stadler als Vertreterin des Landrats, den Bundestagsabgeordneten Ralph Edelhäußer, Stadträte, die am Bau beteiligten Handwerker und natürlich das Personal der Einrichtung.

Den bereits bestehenden Kindergarten hat man zu beiden Seiten großzügig erweitert, sodass nun vier Kindergartengruppen mit jeweils 25 Plätzen und zwei Kinderkrippengruppen mit insgesamt 24 Plätzen für die kleinen Mitbürger bereitstehen. Eine der Kindergartengruppen ist noch unbelegt. Gute Aussichten also für den Heidecker Nachwuchs.

Rund drei Millionen Euro hat sich die Stadt die Erweiterung kosten lassen, gut die Hälfte haben Bund und Land dazu beigesteuert. In den Kosten enthalten sind rund 400 000 Euro für den Außenbereich. Spiel- und Klettergeräte, Spielhäuser, Rutschbahn, Schlittenhügel, Sandkasten, Röhrentunnel und noch mehr warten auf die kleinen Nutzer. Und das auf einer großzügigen Rasenfläche, wie sie in Großstädten wohl kaum zu finden sein wird. Natürlich wurde auch im Innenbereich großer Wert auf die kindgemäße, moderne Gestaltung gelegt.

Als Vertreterin des Landrats bekannte Edeltraud Stadler als „leidenschaftliche Oma“: „Es ist schön, wenn für Kinder Derartiges gemacht wird“. In diesem Zusammenhang erwähnte sie auch die Bedeutung von Radwegen für einen sicheren Schulweg. Gerade auch für Kinder seien Spiel und Bewegung wichtig.  Das mitgebrachte Spiel „Beweg Dich!“ solle dazu animieren.

MdB Ralph Edelhäußer lobte die weitsichtige Entscheidung der Stadt: „Jeder Euro ist hier bestens angelegt. Ihr erfüllt in hervorragender Weise einen Bildungsauftrag.“

Architekt Markus Knaller berichtete, dass man anfangs verschiedene Lösungsansätze diskutiert habe. Schließlich habe sich aber  der Wunsch durchgesetzt, links und rechts anzubauen, an ein von Licht durchflutetes Zentrum. Auch seien neue Küchen- und Sanitärräume entstanden. Im Obergeschoss sind die Verwaltungsräume untergebracht. Alle Mauern wurden in Ziegelbauweise ausgeführt, die Wände mit Silikonfarben gestrichen. Unter dem Holzboden ist eine Fußbodenheizung verlegt, die auch noch bei Minusgraden von einer Wärmepumpe  versorgt wird. Komplett neu erstellt wurden die Außenanlagen. Die großen, bereits vorhandenen, Schatten spendenden Laubbäume  hat man bei Baubeginn versetzt und nun wieder zurückgepflanzt. Sonnensegel sind damit im Sommer kaum erforderlich. Und an diesem Herbsttag konnte man sich zudem am bunten Laub erfreuen. Für Heiterkeit sorgte Knallers Schlusswort: „Wir hoffen, dass es nicht an uns liegt, wenn aus den Kindern nichts wird.“

Der kirchliche Teil begann mit einer Lesung aus dem Markusevangelium: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn ihnen gehört das Reich Gottes.“ Kaplan Jimmy Kuruvila Koottala und der evangelische Pfarrer Christoph Teille stellten anschließend den Neubau unter den Segen Gottes.

Bei einem Rundgang war man davon angetan, wie großzügig, kindgemäß und freundlich man Neues geschaffen hatte. Die Sanierung der Heidecker Grundschule ist zurzeit in vollem Gange. Wenn auch dieses Vorhaben abgeschlossen sein wird, dann haben die Heidecker Kinder und Jugendlichen beste Voraussetzungen für ihre Zukunft.