Bericht zur Verleihung der Stadtmedaille

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Zum dritten Mal hat die Stadt Heideck die Stadtmedaillen in einer eigenen Feier verliehen. Zuvor hatte die Übergabe zusammen mit dem alljährlichen Neujahrsempfang stattgefunden. Man war sich einig geworden, dass die mit der Medaille Ausgezeichneten eine eigene Feier verdient haben.

Im wohlgefüllten Bürgersaal gab Bürgermeister Beyer zunächst die Kriterien bekannt, nach denen die zu Ehrenden ausgewählt worden waren: „Die Stadt Heideck ehrt Personen, die über ihre eigentliche berufliche Aufgabe und über das normale Maß hinaus über Jahre hervorragende Leistungen für die Bürger Heidecks unentgeltlich erbracht haben.“  Es sind  auch Personen zugelassen, die zwar nicht in Heideck wohnen, dafür aber zum Wohle der Stadt ehrenamtlich tätig sind. Außerdem ist es möglich, ganze Gruppen zu ehren. Im Gegensatz dazu werden bei der „Ehrung erfolgreicher Heidecker“ Personen berücksichtigt, die allein oder in der Mannschaft besondere Leistungen auf kultureller, schulischer oder sportlicher Ebene erbracht haben. Das Claus-Raumberger-Ensemble verlieh der Feier den wohlklingenden musikalischen Rahmen.

Sieben Bronzemedaillen wurden zunächst samt Urkunde an gemeinnützig Tätige ausgehändigt: Karl Beierlein ist bekannt als Vorsitzender des Schnupferclubs Heideck. Mehr als zehn Veranstaltungen organisiert er pro Jahr. Faschingsball, Mithilfe beim Pfarrfest und beim Weihnachtsmarkt gehören mit zu seinem Engagement für die Stadt.

Die Heidecker Bastelfrauen gibt es seit 1970. Auf dem Weihnachtsmarkt und beim Pfarrfest verkaufen sie ihre  selbstgestrickten Socken, Mützen und andere Erzeugnisse.  Den Erlös spenden sie an viele gemeinnützige Organisationen. Auch die Kindergärten und die Kirche kommen in den Genuss.

Anna Harrer ist eine echte Allrounderin“, wie es Bürgermeister Beyer in seiner Laudatio ausdrückte. Sie bekleidet Ämter in verschiedenen Laibstädter Vereinen, wie etwa im katholischen Frauenbund, in der Kirchenverwaltung, beim Kirchenchor, bei den Seniorennachmittagen und etliches mehr. Ohne sie wäre das Dorfleben um vieles ärmer.

Der Helferkreis Heideck wurde 2015 gegründet. Er begleitet Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind und sich um Integration und Teilhabe in der Gesellschaft bemühen. Neben Patenschaften werden dazu regelmäßige Aktivitäten wie das Café Grenzenlos, Deutschunterricht oder die Fahrradwerkstatt angeboten.

Seit knapp 30 Jahren ist Karl Irl Mitglied im Fischerverein Heideck. Nach anderen Ämtern im Verein wurde er im Jahr 2009 Vorsitzender und ist mit großem Engagement für seinen Verein tätig. Außerdem ist er ehrenamtlicher Fischereiaufseher für den Fischereiverband Mittelfranken.

Christa Lang ist seit stolzen 43 Jahren Mitglied des Schützenvereins Concordia. Als gelernte Schreinerin hat sie sämtliche Holzarbeiten des 1999 eingeweihten Schützenhauses ausgeführt. Kurz nach Vereinseintritt hat sie das Amt der Jugendleiterin übernommen und führt es bis heute erfolgreich aus. Bei Feierlichkeiten ist sie mit ihren Backkünsten zur Stelle.

Ihr Mann Friedrich Lang ist schon ein Jahr länger beim Schützenverein. Den Bau des Schützenhauses hat er durch seine handwerklichen Fähigkeiten stark unterstützt. Als 2. Schützenmeister ist er als aktiver Schütze Mannschaftsführer der 2. Luftgewehrmannschaft. Er und seine Frau Christa wurden für ihr Engagement mit dem Protektoratsabzeichen des Bayerischen Schützenbundes geehrt.

Nun wurden drei silberne Stadtmedaillen verliehen: Xaver Fiegl ist langjähriger Vorstand des Werk- und Bastelvereins Heideck. Die Kindergärten, die Schule, das Freibad und Spielplätze profitieren von seinem Wirken. Eine weitere Aufgabe stellt die Ausgestaltung des Familienerlebnispfads auf dem Schlossberg dar. Außerdem ist er im Obst- und Gartenbauverein aktiv und nicht zuletzt sind er und weitere Helfer für die Krippe in der KiD-Scheune und für den Weihnachtsmarkt zuständig.

„Alle Damen, die gerne Sport machen, kennen Hannelore Hübner“, stellte Bürgermeister Beyer fest, denn seit 40 Jahren leitet sie die Damengymnastik. Als Inhaberin des Übungsleiterscheins führt sie Herzsportübungen und Seniorengymnastik durch, wobei sie auch dafür sorgt, dass die Bewohner des Heidecker Seniorenheims fit bleiben. Für die eigene Fitness besucht sie Lehrgänge des Bayerischen Landessportverbands.

Als Leiterin des Seniorenkreises ist Gerlinde Strobel seit 23 Jahren aktiv. Sie ist bekannt für ihren liebevollen und hilfsbereiten Umgang mit der älteren Generation. Ausflüge, Feiern, Informationsveranstaltungen, Sitzgymnastik, Musikvorführungen, Filme und Diaschauen stehen auf dem vielseitigen Programm. Bis zu 60 Personen treffen sich jeden Monat zum Kaffeeklatsch im Haus St. Benedikt. Mit den Worten: „Wo ich helfen kann, bin ich da!“, bedankte sich Gerlinde Strobel für die Silbermedaille.

Einige Augen wurden feucht, als die Geehrten ihre Auszeichnung in Empfang nahmen. Auch die bescheidene Feststellung: „Des hätt’s doch ned braucht!“, war zu hören.

Bürgermeister Ralf Beyer beendete die Feier mit den Worten: „Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit. Machen Sie vor allem auch bei der jüngeren Generation Werbung dafür!“